Pressemitteilung des Gelnhäuser Tagesblatt (09/16)

Foto: mjk

KONZERT „Tenor Badness Quintett“ spielt auf Einladung des Jazz- und Blues-Clubs Gelnhausen

GELNHAUSEN – (mjk). Swingende Musik des Classical Jazz aus den 50er- und 60er-Jahren wurde den Mitgliedern und Gästen des Jazz und Blues Club Gelnhausen am Sonntagabend geboten. Im Restaurant „Casa Polizzi“ im Triangulum Gelnhausen gaben sich auf Einladung der Gelnhäuser Jazzliebhaber die fünf Musiker des „Tenor Badness Quintett“ die Ehre. Mit grandiosen Soli, gefühlvollen wie schwungvollen Stücken und dem herausragenden „Battle“ der beiden Saxofonisten Axel Schmitt und Johannes Lind überzeugte das junge Quintett in einem stimmungsvollen Konzertabend.

Bereits seit sieben Jahren spielen die vier Männer und Pianistin Julia Baldauf gemeinsam. Das Quintett ist dabei als Projekt während des Studiums an der Hochschule für Musik in Mainz entstanden. „Für uns ist es mehr als ein Hobby und, weil wir uns schon so lange kennen, weniger als Arbeit“, äußerte sich Kontrabassspieler Rudolf Stenzinger im GT-Gespräch über das Zusammenspiel der Musiker aus dem Rhein-Main-Gebiet. Auch heute noch üben die professionellen Musiker regelmäßig gemeinsam, auch wenn sie sich und ihre Spielweisen schon so gut kennen. Doch das macht auch die Stärke des Quintetts aus.

Mit schnörkellosem Jazz des Swing und Souls der 50er und 60er Jahre boten sie am Sonntagabend Classical Jazz für Jedermann. „Wir möchten das Publikum einfach glücklich machen“, beschrieb den eigenen Anspruch der Fünfte im Bunde, Schlagzeuger Rudolf Stenzinger. In zwei einstündigen Sets überzeugten sie dabei vor allem mit gefühlvollen Kombinationen und begeisterten ihr Publikum mit abwechslungsreichen Solis in Tempo und Klangart. Doch vor allem das musikalische „Tenor Battle“ zwischen Schmitt und Lind, die abwechselnd „gegeneinander“ spielten, zog regelmäßig den traditionellen Zwischenapplaus auf sich.

Es freut mich sehr, dass heute so viele Musikfreunde hier sind“, strahlte die Vorsitzende des Jazz und Blues Club, Doris-Maria Viel, angesichts des vollbesetzten Restaurants. Zum ersten Konzert nach der Sommerpause wurde erstmalig in die Räumlichkeiten des Restaurants eingeladen, um eine besondere Mischung aus Ambiente und musikalischem Rahmenprogramm zu liefern. Besonders dankte Viel dabei den beiden Triangulum-Besitzern Dr. Miroslav Fuhrmann und Dr. Andreas Schilling, die mit ihrer Gastfreundlichkeit diesen Abend ermöglichten.

Und so begeisterte das „Tenor Badness Quintett“ mit einer passenden Musikauswahl aus seinem Repertoire. Ihrem eigenen Anspruch folgend, haben sie erst kürzlich ihr Debutalbum „Musik for the People“ veröffentlicht und gewährten am Sonntag in Gelnhausen einen Einblick in dessen Vielfalt.

Von ruhig emotionalen Stücken bis hin zu den schwungvollen klassischen Stücken, die sich stetig steigerten, wurde an diesem Abend abwechslungsreiche Musik geboten, die in sich eine musikalische Geschichte erzählte. Genussvoll lauschte das Publikum bis schließlich um 22 Uhr die letzte Zugabe des Abends für einen gelungenen Saisonauftakt sorgte und die begeisterten Zuhörer mit langanhaltendem Applaus den fünf Musikern dankten.

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